Das 25.ТК/25.PD
Aufstellung und Bedeutung des 25. Panzerkorps / 25. Panzerdivision
(25-я танковый корпус/25-ю танковую дивизию)
Das am 17. April 1942 im Moskauer Militärbezirk aufgestellte 25. Panzerkorps (Pk/ТК) folgte in den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 der 3. sowjetischen Gardearmee (3. gwA) die im Rahmen der Gesamtoperation der 1. Ukrainischen Front (UKF, bis Oktober 1943 Woronescher Front) handelte. Im Handlungsstreifen der UKF lag in Richtung Oder die alte Festung Glogau (PL). Ende Januar 1945 wurde die Oder als Grenzfluss erreicht und nach harten Kämpfen um die Brückenköpfe forciert.
Die Stadt Guben in der Lausitz, diesseits der Oder (heute Gubin) und jenseits der Oder (Guben), war Ende Februar (20.02.1945) befreit. Die folgende Grobrichtung für das 25.Pk war es, im Rahmen der Handlungen der 1. UKF, an der Schließung des geplanten Rings um Berlin von Süden her kommend teilzunehmen und die Einkesselung der Restkräfte der Wehrmacht, die zum Schutz der Stadt Berlin durch einen zweifachen Befestigungsring in und an die Stadtgrenzen beordert worden waren, zu unterstützen.
Dabei handelte die 1. Belorussische Front unter Marschall der Sowjetunion Schukow, zeitlich und mit starken Kräften durchschlagend schnell, sodass Gefahr bestand, die Festung Frankfurt einzuschließen und das sowjetische Truppen in der Ziltendorfer Niederung den linken Flügel der 9. Armee massiv bedrohten. Nur durch einen schnellen Rückzug der deutschen Truppen in Richtung Halbe/Köris, konnte der Oberbefehlshaber der 9. Armee, General der Infanterie Busse verhindern, dass mit der von Süden kommenden Ukrainischen Front sein Großverband sofort eingeschlossen wird. Durch den Rückzug verlor man aber den Kontakt zur von GFM Schörner (seit April 1945) befehligten Heeresgruppe Mitte. Zumindest die 9. Armee unter GdI Busse hatte hierbei etwas Zeit gewonnen, geriet aber durch den Rückzug in den Kessel bei der Stadt Halbe.
Das 25.Pk wechselte für die Handlungen im Kessel von Halbe seine Handlungsrichtung nach Nord/West. Verschiedene Karten, die dem Kriegstagebuch als Anlage hinzugefügt worden waren, zeigen das. Den Raum Halbe erreichten zwei Panzerbrigaden (111. & 175. PBr) des 25.PK am 25.04.1945. In den nachfolgenden Tagen verlagerte sich der Handlungsraum aller drei PBr des Korps (111., 175. & 162.) bis in die Gegend von Köris. In dieser Phase handelten die Brigaden des 25.PK noch im Bestand der 3. gwA. Anfang Mai 1945 wurde das 25.PK der 4. Gardepanzerarmee (4. gTA) unterstellt, um neue strategische Aufgaben zu erfüllen. Dazu musste das Korp per Straßen- und Bahntransport in die sächsisch/böhmische Gegend verlegt werden. Dies war zeitlich möglich geworden, weil die Gesamtlage zur Einkesselung der Reichshauptstadt, im großen Rahmen geklärt war und die restlichen Verbände Schukows die Zerschlagung der Wehrmacht- und Volkssturmreste in Berlin allein bewerkstelligen konnten.
Das 25.PK nahm nunmehr an der sogenannten "Prager Operation" zur Einkesselung und Zerschlagung der unter GFM Schörner handelnden deutschen Heeresgruppe Mitte teil.
КОТТБУС (КОТБУС). Освобожден 22 апреля 1945 г. войсками 1 УФ в ходе Берлинской операции: [...] 25 тк (генерал-майор т/в Фоминых Евгений Иванович) в составе: 162 тбр (полковник Мищенко Иван Петрович), 175 тбр (подполковник Баталов Николай Иванович), 262 гв. тсап (подполковник Горбунов Александр Васильевич); [...]" [16]
Nun bestand die nächste Aufgabe darin, südöstlich Richtung Süd-Ost-Sachsen vorzustoßen, um die im Raum Prag befindliche, mit erheblichen Mannstärken und Kampftechnik stehende deutsche Heeresgruppe Mitte im Rahmen der "Prager Operation" einzukesseln und zu zerschlagen. Zum Bestand der Heeresgruppe Mitte gehörten an Grossvereinigungen die 4. dt. Panzerarmee, die 17. dt. Armee, die 1. dt. Panzerarmee und die 8. dt. Armee in Mähren.
Aus dem Raum südlich von Dresden (Risa 06.05.) heraus verlegte die 4. gTA zügig ihre Verbände in den Raum um Prag und Pilsen. Dort galten die Hauptanstrengungen den großflächigen Ring um Prag aus nordwestlicher Richtung zu schließen, um Kampfhandlungen der Verbände der Heeresgruppe Mitte unter Befehl von GFM Ferdinand Schörner zu unterbinden bzw. deren geplante Flucht in die amerikanische Gefangenschaft zu vereiteln. Dazu hatte das sowjetische oberste Kommando unter Stalin mehrere Fronten aufgeboten. Dieses Vorhaben gelang zeitlich und geografisch nicht ganz, Schörner floh mit Handkassengeld in Richtung der heranrückenden Amerikaner und ließ die Reste seiner Heeresgruppe feige zurück.
Das 25.PK erreichte den Raum südwestlich von Prag, BEROUN, etwa um den 11.05.1945. Große Teile der Verbände und Einheiten der HG Mitte gingen in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Tage später ging GFM F. Schörner in das HQ der 1. dt. Armee in St. Johann. Aus dieser Obhut heraus trat er Ende Mai 1945 in Begleitung den Weg in das HQ der 42. US-Division und die anschließende Kriegsgefangenschaft an. [17], [18]
Im Zuge der "Prager Operation" wurden auch Anstrengungen unternommen, die kläglichen Reste der Wlassowarmee zu zerschlagen. [5], [6], [14]
Nach Kriegsende war das 25.PK zunächst in die „Zentralgruppe der Streitkräfte" (ZGS) eingebunden, die nach Kriegsende auch die Gebiete Österreich und Ungarn umfasste. Das 25.PK wurde mit seinen Verbänden im Juni 1945 nach Körmend/Ungarn verlegt und blieb dort Teil der 1. ZGS. Eine "Südgruppe der Streitkräfte" (SGS) war zu dieser Zeit noch nicht existent. Am 10.06.1945 (gemäß Befehl 0013 des НКО) mit Wechsel zu mechanisierten Einheiten und Truppenteilen erfolgte auch beim 25. Panzerkorps die Umbenennung zur 25. Panzerdivision.
Im Jahre 1946 oder 1947 (unübersichtliche Quellenlage!) erfolgte wahrscheinlich die Ausgliederung aus der ZGS (Abzug aus Szombathely) und die Verlegung in den Raum Oranienburg/Sachsenhausen mit Übernahme in die „Gruppe der Sowjetischen Besatzungsstreitkräfte in Deutschland (GSBSTD)". Am 29. April 1957 erfolgte die Umbenennung der 4. gwTA in 20. Gardearmee (GA). [7], [9]
In den Gefechtsjournalen der Roten Armee befinden sich zahlreiche Lage- und Planungskarten sowie zahlreiche Schemata, die den Weg des 25. Panzerkorps in Etappen, aber auch im Gesamtüberblick (zumindest für den Weg im Januar 1945 bis Glogau) aufzeigen. Eine Seite aus dem Gefechtsjournal vom 01.02.1945 soll hier nur exemplarisch gezeigt werden. Die Karten und Schemata erklären sich mit etwas Sprachkenntnis von selbst.
Glaubt man den verfügbaren Notizen und Dokumenten der gegnerischen Dienste und ehemaligen Waffenbrüdern, erfolgte die Verlegung von Truppenteilen der 25. PD aus Oranienburg/Weiße Stadt/Areal KZ Sachsenhausen und aus dem zuvor geschaffenen Barackenlager unterhalb der Havel in die ersten Gebäude der neu entstandenen Garnison zum Ende des Jahres 1955. Daher wäre anzunehmen, dass die Projektierung und der Bau mit der Vorgaben eines Divisionsstandortes erfolgten.
Seit dem 12. Februar 1958 trugen die Panzerregimenter der 25. PD den Titel „schwere Panzerdivision (sPD)“. Die Bezeichnung "schwer" bezog sich auf die im Verband eingesetzten T-10M. Ursprünglich war geplant für den IS-2 eine modifizierte Variante, ein Nachfolgemodell zu produzieren. Das Resultat war der IS-4. In zahlreichen Tests zeigte sich jedoch seine Unzuverlässigkeit, insbesondere beim Motor. Weitere Tests und Innovationen führten jedoch zu keinem positiven Ergebnis. Daraus folgte das der IS-4 nie in Großserie ging. Nun lag es an den Ingenieuren eine bessere Variante zu entwickeln. Eine der Grundforderungen lautete, Gesamtgewicht unter 50 to. zu bleiben. Das Ergebnis war der IS-8 (Objekt 730). Nach den Modifikationen und Nachbesserungen wechselte die Bezeichnung in IS-9 und dann in IS-10. Schließlich wurde der IS-10 ab 1953 in T-10 umbenannt. Der T-10 war den westlichen M103 Varianten in vielen Eigenschaften deutlich überlegen (Reichweite, Geschwindigkeit). Die in Vogelsang bis 1967 eingesetzte Variante T-10M war mit 250mm Frontpanzerung versehen, hatte eine verbesserte Kanone mit mündungsbremse, 750 PS Motor, IR Ziel- und Suchscheinwerfer für den Nachtkampf (Nachsichtgerät), ABC-Schutz und ab 1963 ein Unterwasserfahrsystem. Der letzte T-10 wurde 1965 ausgeliefert, da die Erkenntnis war das die Zeit der schweren Panzertechnik endete. Mit Einführung leistungsfähiger, weitreichender und durchschlagskräftiger Panzerabwehrmittel wurden die schweren Kampfpanzer für das moderne Gefechtsfeld jedoch als ungeeignet und unflexibel eingestuft. Sie waren schlichtweg zu schwer, zu langsam und ihre Schlagkraft nicht mehr Zielführend und somit in ihrer Eigenschaft obsolet, weil somit für gegnerische Panzerabwehrmittel ein leichtes Ziel. Dennoch muss seine Zuverlässigkeit und Kampfkraft wohl so überzeugend gewesen sein das die Verantwortlichen den T-10M bis 1993 in den Streitkräften der RF im Einsatz führten. Aus diesem Grund und durch weitere Umstrukturierung führte die Division bzw. deren Panzerregimenter seit November 1967 wieder die alte Bezeichnung, “PD“. Die Bezeichnung "schwere Panzerdivision" ist im Sinne der Bezeichnung irreführend. Denn allenfalls waren die Panzerregimenter (тяжелый танковый полк) in ihrer Eigenschaft als "schwer" zu bezeichnen. Alle weiteren Verbände, Waffengattungen und Truppenteile blieben in ihrer Eigenschaft bestehen. Eine PD umfasst wesentlich mehr Waffengattungen und Truppenteile als nur die Panzerregimenter (drei PR je PD). So ist zum Beispiel schwer vorstellbar das die Feldbäckerei oder das MSB als "schwer" auf Grund ihrer Mittel bezeichnet werden kann.
Die Zeit der Weiterentwicklung von mittleren Panzer wurde forciert. Das Ergebnis führte zum T-62. Seine guten Eigenschaften wie minimaler Wartungs- und Reparaturaufwand (der T-62 war zu 75% mit dem T-54 und T-55 identisch) konnte jedoch über andere Nachteile (geringe Geschwindigkeit und Feuerrate) nicht überwiegen. Ab 1973 wurde die Produktion eingestellt. Der T-62 wurde 1978 durch den T-64A in Vogelsang im Bestand abgelöst. Anfang der 1980er Jahre wurde der T-64 wegen einer Vielzahl von gravierenden Mängeln (Motor, Ketten, Lademechanismus) aus dem Bestand der GSSD genommen. Ob und wenn überhaupt wann der T-80 (U) in Vogelsang in den Bestand kam oder nur der T-72 ist mir nicht bekannt. [20]
Wird die Frage nach 'Kommandeuren' der 25. Panzerdivision gestellt, so ist mir persönlich nur einer bekannt und dies auch nur auf Grund meiner Unterstützung zum Dokumentarfilm "Lenin in Vogelsang". Somit kann für den Zeitraum 1968-1972 Oberst М. Ф. Жаркой (M. F. Scharkoj) als Chef des Stabes benannt werden. Seine Vita
Am 22. Februar 1968 (die Ehrung und Übergabe erfolgte 1973 auf dem ÜZ Magdeburg durch den Oberkommandierenden der Streitkräfte der GSSD Jewgeni F. Iwanowski) wurde der 25. Panzerdivision der Titel „Rotbanner“ verliehen. Am 01. Dezember 1983, besuchte der Oberkommandierende der Streitkräfte der GSSD, Armeegeneral Michail M. Saizew, die 25. PD, um ihnen den Titel "Beste Panzerdivision" zu verleihen. [20], [3]
Die 25. PD verblieb, bis zu ihrem Abzug aus der DDR, im Sommer 1989, in der Struktur der 20. Gardearmee mit Stabsitz in Eberswalde und führte u.a. das 162. Panzerregiment (PR) Vogelsang und das 175. PR und 335. GardePR Prenzlau in seinem Bestand. Der anfängliche Bestand von vier PR je Panzerdivision wurde Mitte der 1950er Jahre auf 3 Regimenter gekürzt. Das 111. sPR wurde aufgelöst. Alle 3 Regimenter waren, was deren Struktur betrug, gleich. In diesem Verbund hätte die 25. PD im Kriegsfall mit ihren selbständigen Einheiten und Truppenteilen als eine von 5 Großverbänden in der 2. Staffel der Armee, als Reserve der Front oder im Bestand der Operativen Manövergruppe der Front (OMG F) gehandelt und in Abhängigkeit der Befehlslage den 2. Frontverteidigungsstreifen besetzt oder mit ihren starken Panzerkräften im rückwärtigen Verteidigungsstreifen des Gegners dessen Kräfte auf dem Rückzug vernichtet, Nachschublinien zerstört und so die Aufspaltung und Vernichtung gegnerischer Verbände erzwungen. Der Erfolg der Aufgabe einer OMG ist stark definiert durch dessen Überraschungseffekt und das konzentrierete schnelle handeln seiner Kräfte in den ersten 24h. Weshalb die PD in ihren Regimentern auch mehr Pz (282/93 je Regiment) im Bestand hatte als andere PD mit vergleichbarer Struktur. Dieser Bestand reduzierte sich erst wieder zur Mitte des Jahres 1989, als die Konzeption der OMG wieder rückläufig wurde. Nun hatte die 25. PD 'nur' noch xxx Panzer im Bestand.
Die 20. GA blieb bis zum 07. Mai 1992 im Bestand der Westgruppe der Streitkräfte. Die 25. PD wechselte in den Jahren 1946/47 - 1989 mehrfach ihr Unterstellungsverhältnis. So sind lt. Quellenlage Unterstellungsverhältnisse zwischen der 2. Gardepanzerarmee Fürstenberg und der 20. Gardearmee Eberswalde aufgeführt. Im „Feindkräftehandbuch“ des BND und in den Notizen der CIA wurde die 25. PD im Jahre 1970 unter der 3. Stoßarmee (StA) Magdeburg geführt. Diese Information ist durch russische Quellen nicht belegt. Mir liegt nur ein Hinweis aus US-amerikanische Quellen vor, der diese Unterstellung zeigt. [1], [13]
Die im Jahre 1985 aus dem Ergebnis der geänderten Militärdoktrinären Ausrichtung der Handlungsoptionen der Warschauer Vertragsstaaten und der beschlossenen Schritte im Rahmen des INF (Intermediate Range Nuclear Forces) Vertrages erfolgten Umstrukturierungen, betrafen die in Vogelsang stationierte taktische Raketenabteilung insoweit, als das diese von nun an in den neu geschaffenen "gemischten" Raketenbrigaden hätte handeln sollen. Die Befehlsstruktur wurde neu organisiert und auf die Armeeebene konzentriert. Die Raketenbrigaden der Armeen und die Raketenabteilungen der Divisionen wurden zusammengeführt und "gemischte" Raketenbrigaden gebildet. Im Rahmen der neu geschaffenen „gemischten“ Raketenbrigaden, war es den RBr von nun an möglich auch nuklear, auf Beschluss der Frontbefehlshaber, handeln zu können. Ob diese Befehlskette auch im Ernstfall bestand gehabt hätte, wenn Divisionskommandeure am Standort unter Druck geraten wären, bleibt und blieb zum Glück offen. [1]
Es befanden sich auf dem gesamten Gelände:
Ein Kino, fünf Klub's (jeder Truppenteil [TT] hatte seinen eigenen Klub, beim sst. TT der BRTB war es der "Клуб части"), zwei Sporthallen, sieben Saunen, die Schule (N° 33), eine Bäckerei, eine Wäscherei, mehrere Läden (Magazin), Büro der Militärabwehr, Lehreinrichtungen, Rep.- und Wartungswerkstätten,ein Sportplatz und diverse Trainings- und Übungsbahnen zur körperlichen Ertüchtigung, acht Heizwerke, zwei Klärwerke, ein Wasserwerk mit Trinkwasseraufbereitung, ein Krankenhaus mit Geburtenstation. Unterkünfte aus verschiedenen Epochen prägten das Bild der Garnison. So fanden in den Anfangsjahren vorwiegend Bauypen nach deutschem Standard der 1930er Jahre Anwendung, gleichzeitig wurden auch 2etagige Bauten mit Satteldach errichtet. Später mit der schrittweisen Erweiterung der Garnison und dem damit verbundenen Bedarf an Unterkünften fanden auch die Varianten der "IW 64-Brandenburg" Baureihe Verwendung. Anfang der 1970er Jahre prägten auch hier die bekannten "WBS70" Blöcke auf großen Flächen des Bild. Neben Unterkunft- und Wohnbedarf waren natürlich auch Verwaltungsgebäude für Stäbe der TT, Regimenter und der Division in großen Stückzahlen vorhanden.
Um den enormen Versorgungsbedarf der Garnison mit Lebensmitteln, Waren des täglichen Bedarfs sowie Brennstoffen, Tank -und Schmierstoffen sicherzustellen, führte vom Bahnhof Vogelsang ein Anschlussgleis zu einem Lagerzentrum mit Kühlhaus, Lagerhäusern, Kopframpe und Treib- und Schmierstofflager (Склад ГСМ). Mit seinen sieben Nebengleisen und dem Hauptgleis diente der Bahnhof Vogelsang sowohl als Startpunkt für Truppen- und Materialtransporte (Pendelzüge), als auch als Rangierbahnhof für Versorgungsgüter der umliegenden Standorte. Dort wurden beispielsweise die Kesselzüge für die zwei Tanklager bei Kurtschlag (u.a. FP Groß Dölln) rangiert und auf einem Extragleis (welches ab 1953 in Richtung Flugplatz verlegt wurde) in diese Richtung gefahren. Dieser Gleisabzweig ab Bhf. Vogelsang ist seit 2010 zurückgebaut. Nur vereinzelt findet man noch parallel zur L215 Gleisanlagen in Richtung Kurtschlag. Das Tanklager in Vogelsang deckte in der Regel den Wochenbedarf der Garnison ab. Der Treibstoff kam in den meisten Fällen per Bahn aus Wismar. Bei auftretenden Engpässen wurden auch Reserven aus Eberswalde oder Groß Dölln angefordert. Innerhalb der Garnison wurde der Treibstoff an die Bedarfsplätze per Tanklastzug befördert. Es gab keine Versorgungs- oder Tankleitungen innerhalb der Garnison. [2]
Über den Schulalltag und die Belegung der Lehrteinrichtung gab eine Zeitzeugin (hier als Schülerin aus dem Objekt FP Gross-Dölln gewesen).
"Im Erdgeschoss waren die kleinen Klassen mit je 30 Schüler. Oben im Obergeschoss die 9./10. Klassen. Kleine Schüler hatten geteilt, Vormittags und Nachmittags Unterricht. Schätzungsweise 700 Schüler besuchten diese Schule. Das Sekretariat war im 2. OG. Die Schulspeisung erfolgte in einem kleinen Gebäude (Anm. d. A., Leichtbau) zwischen Schule und Theater."
Das zur Division gehörende Munitionslager (MS Nr. 03), im Vorfeld der Schleuse Kannenburg (ca. 24.000 m² bebaute Fläche), wurde Ende der 1970er Jahre errichtet und versperrte seit dieser Zeit den Weg in Richtung Kannenburger Schleuse. Das ML stellte die (nächsten) Kampfsätze der ersten Tage der Division, in den Hallen in Kisten gestapelt und bereits verlastet (auf achsentlasteten LKW), sicher. Den 1. Kampfsatz (KS) führte die aufmunitionierte Kettentechnik bereits mit sich.
Durchschnittlich lebten ca. 8.000 - 10.000 Menschen (nicht zu verwechseln mit Militärangehörigen) in der gesamten Garnison Vogelsang, welche damit nach Wünsdorf und Jüterbog die drittgrößte darstellte. Allerdings schwanken diese Zahlen besonders nach dem Jahre 1989 mit Abzug der 25. PD. Somit sind die erwähnten Zahlen oder auch die gern in diversen Puplikationen gewählten 15.000 nicht belastbar und ich schätze diesen Wert für deutlich übertrieben. Wenn, dann könnte mit viel Fleißarbeit nur Zahlen oder Werte für bestimmte Zeiträume und auch nur für die Militärangehörigen der Division halbwegs verlässlich angeführt werden.
Für Ende der 80ziger Jahre (in etwa zwischen 1987-1988) betrug die Sollstärke am Standort Vogelsang circa 6.000 Militärangehörige. Diese Zahl ist allerdings nur ein theoretischer Wert, hochgerechnet in Anlehnung an die Rechercheergebnisse der Nachrichtendienste der U.S. Army, (Field Manual - FM 100-2-3, THE SOVIET ARMY: Troops, Organization and Equipment) mit Bezug auf die in den Strukturen einer Panzerdivision (Tank Division) geführten Truppenteile, sofern diese am Standort Vogelsang auch vorhanden waren. Darin nicht enthalten ist die Mannschaft der Stütznachrichtenzentrale (weil diese nicht im Verband der Division geführt wurde) und Truppenteile und Einheiten aus anderen Standorten die den Truppenübungsplatz nutzten. Für die drei Panzerregimenter (PR) der 25. PD werden zwischen 1984 und 1991 unveränderte 'Sollstärken' bei Panzern vom Typ T64/72/80 von 282 Stück (in Vogelsang 162. PR, 94 Stck) angegeben. Für 1991 dürften diese Zahlen für den Standort Vogelsang mit dem Verweis auf den Abzug der Kettentechnik der 25. PD im Sommer 1989 keine Rolle mehr gespielt haben. Wie hoch der Bestand an gepanzerter Technik des 803. GMSR aus Drögen war der nach Vogelsang verlegt wurde, ist nicht bekannt. [8]
Bleibt zu hoffen, dass in diesen "Field Manuals" die aufgelistete Analytik über das Kräfteverhältnis in seiner Ausfertigung neutral und bestimmend war, und die Schlußfolgerungen nicht wie in den "Soviet Military Power" Reporten der DIA (Defense Intelligence Agency) eine Öffentlichkeitsarbeit darstellt, die dazu diehnte überhöhte Militärausgaben im Rüstungsetat des US Haushalts gegenüber unentschlossenen Abgeordneten zu rechtfertigen. [15]
Field Manual - FM 100-2-3, THE SOVIET ARMY: Troops, Organization and Equipment (June 1991)
Field Manual - FM 100-2-3, THE SOVIET ARMY: Troops, Organization and Equipment (16 July 1984)
Nahe des Dorfes Terny (Терни) befindet sich (die aktuelle Situation ist uns nicht bekannt, die folgenden Bilder und Informationen tragen den Stand: 2014) ein Ehrenhain zum Gedenken an die gefallenen Angehörigen des 25. Panzerkorps (25.PK). Ein Auszug aus den verfügbaren Informationen ist folgender Hintergrund zu entnehmen:
"Im Januar 1943 kämpften die Truppen der Südwestfront, zu denen auch das 25. Panzerkorps gehörte, um den Donbass. Nachdem sie am 4. Januar in die Offensive gegangen waren, stießen sie in allen Richtungen auf hartnäckigen Widerstand der Rest der 6. Armee, der Armeeabteilung Hollidt. Besonders heftigen Widerstand leistete der Feind gegenüber der 3. Garde-Armee und den ihr kampftechnisch unterstellten 1. Garde-Mot-Schützen (GMSD), und den Gardepanzerkorps 2 und 25, die im Raum Iljinka handelten. Am 17. Februar erreichten die Mot.-Schützendivisionen der 6. sowjetischen Armee die Linie Krasnograd-Nowomoskowsk und die 1. Gardearmee befreite Pawlograd. Um die Offensive voranzutreiben, zog der Frontkommandant die 1. Gardearmee und das 25. Panzerkorps in die Schlacht, die aus der Reserve des Hauptquartiers im Raum Pawlograd eintrafen. (Anm. d. Autors: Das Bestehen von 'Mot.-Schützendivisionen' darf zu diesem Zeitpunkt angezweifelt werden. Die Vollmotorisierung der bis dato bestehenden 'Schützendivisionen" erfolgte erst nach 1945, nach Ende des 2. WK.)
Das 25. Panzerkorps von General P.P. Pawlow, das seinen Erfolg in südlicher Richtung hatte, befand sich am 22. Februar etwa 10 - 12 km nordöstlich von Zaporozhye. Das 1. Garde-Panzerkorps von General A.V. Kukuschkins eroberte am 20. Februar die Stadt Khorosheve (ca. 10 km nordwestlich von Choroschewe) und rückte weiter auf Dnepropetrowsk vor. Die 16. Garde-Panzerbrigade eroberte zusammen mit der 267. Schützendivision der 6. Armee die Stadt Nowomoskowsk. An den Flanken und im Rücken des Panzerkorps entwickelte sich jedoch eine ungünstige Lage, verursacht durch die Gegenangriffe der 4. dtsch. Panzerarmee. In der Nacht des 20. Februar schlug das 2. SS-Panzerkorps aus der Gegend von Krasnograd in südlicher Richtung vor, durchquerte den Rücken der 6. Armee und eroberte Pawlograd. Am Morgen des 22. Februar griff das 48. Panzerkorps Pawlograd aus der Gegend von Chaplino an. In diesem Zusammenhang waren die 1. Garde und das 25. Panzerkorps gezwungen, die Offensive zu stoppen und mit dem Rückzug in den Sewerski-Donez zu beginnen.
Für die Truppen der Roten Armee waren äußerst schwierige Bedingungen entstanden. Der Feind hatte eine erhebliche zahlenmäßige Überlegenheit, seine Flugzeuge hatte die Lufthoheit und führten kontinuierlich Angriffe auf die Truppen durch. Den Truppen der Roten Armee gingen der Treibstoff und die Munition aus. Trotzdem zeigten sowjetische Soldaten und Offiziere beispiellosen Mut und fügten dem Feind erheblichen Schaden zu. Die Hauptkräfte des Panzerkorps zogen sich über den Sewerski-Donez hinaus zurück." [18]
In Gedenken und Dankbarkeit an diese heldenhaften Kämpfe und den unerschrockenen Mut der Soldaten des 25. Panzerkorps wurde am 08. Mai 1975 hier am westlichen Rand des Dorfes (Terny), am Ort der Schlacht des 25. Panzerkorps ein Ehrenhai/Denkmal aufgestellt. Ein dreieckiger 30 m hoher Betonmast (Inschrift: Den Soldaten des 25. Panzerkorps/Воинам 25-го танкового корпуса), eine Reliefwand in Form eines Vierecks mit dem Konterfei eines Pz-Soldaten mit der Inschrift: "Für immer in Erinnerung und Herzen/В памяти и в сердце навсегда", ein Sockel mit "Ewiger Flamme". Rechts auf dem Podest steht ein Panzer vom Typ T-10M. Das Denkmal befindet sich auf einer Anhöhe, die über neun Stufen zu betreten ist. Die Fläche um das Denkmal herum ist mit Wegeplatten gestaltet.
2 Tage nach der Schlacht wurden 562 gefallene Pz-Soldaten von Anwohnern geborgen und in 2 Massengräbern am westlichen Stadtrand des Dorfes Terny begraben. Die Namen der Toten sind unbekannt. 1967 fanden die Historiker einer Schule aus Charkiw ein Massengrab auf dem Feld, etwa 100 gefallene sowjetische Soldaten, die ebenfalls im Februar 1943 starben und hier beerdigt wurden. Ihre sterblichen Überreste wurden dem Massengrab am westlichen Stadtrand des Dorfes Terny zugeführt. Die Namen dieser Toten sind ebenfalls unbekannt. Ein Denkmal "Gruppe der Gräber: 3 brüderliche Sowjetsoldaten", liegt am westlichen Rand des Dorfes Terny (nahe des Dnipro-Donbass-Kanals). 251 gefallene Pz-Soldaten sind in einem weiteren Massengrab im Zentrum des Dorfes Terny beigesetzt. Die Namen der Toten sind ebenso unbekannt. [19]
Seite zum Ehrenhain
(Stand: 27.09.2024)
(Quellen:
[1] P. Rentsch, Zeitzeugen (Revier-Förster, Beteiligte, ehem.
Gediente), [2] Bundesarchiv, [3] BStU Archiv, MfS BV Neubrandenburg, [4]
MfS HA I Nr. 234, MfS HA I Nr. 16271, MfS HA II Nr. 30189 / 30190 /
22588, [5] http://rkkawwii.ru/division/25tkf1, [6] http://tankfront.ru/ussr/tk/tk25.html, [7] http://www.gsvg33.narod.ru/25_division.html, [8] FM 100-2-3 "The Soviet Army Troops, Organization and Equipment", [9] M. Holm - http://www.ww2.dk/new/newindex.htm, [10] BVfS Potsdam Allg. S. 113/77, [11] https://www.cia.gov/library/readingroom/home, [12] http://www.stiftung-bg.de/gums/de/,
[13] Document Number (FOIA) /ESDN (CREST): 5166d4f999326091c6a60862,
[14] Sowjetische Militärenzyklopädie-Bd 1, [15] Eichner/Dobbert -
"Headquarters Germany" Seite 85), [16] https://www.soldat.ru/spravka/freedom/5-germany.html , [17] https://wwii.germandocsinrussia.org/de/nodes/2119#page/55/mode/inspect/zoom/4 , https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Heeresgruppen/HeeresgruppeMitte.htm , [18] https://www.shukach.com/en/node/29773 , [19] https://uk.m.wikipedia.org/wiki/Місце_бою_25-го_танкового_корпусу_(Терни)/https://uk.wikipedia.org/wiki/Братська_могила_радянських_воїнів-танкістів_(Терни), https://uk.wikipedia.org/wiki/Група_могил_радянських_воїнів_(Терни); [20] "танковый марш" (Ф.М.Жаркой, Санкт Петербург, 2024)
Abkürzungen G - L
Abkürzungen der Nationalen Volksarmee, der Grenztruppen, des Ministerium für Staatssicherheit, der Deutschen Volkspolizei und anderer staatlicher Organe der DDR, wie zb Deutsche Post ...
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Das Generalshotel auf der Flugplatzfläche in Berlin Schönefeld...
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Diese Übersicht zeigt alle verfügbaren Themen und Beiträgen in chronologischer Folge (Aktueller zuerst). Jeder Punkt führt zum Beitrag.
Stand: Februar 2022
Festung Franzenfeste
Besuch der Franzensfeste im Juli 2025...Zu diesem Zeitpunkt waren zwei Ausstellungen in unserem Interesse. "Eingebunkert" und "Hitler entsorgen".
Lenin in Vogelsang
Der Film ist fertig!
Anfang November 2013 wurde der Film zusammen mit dem Filmteam, den Unterstützern und den Protagonisten im geladenen Kreis im Kulturhaus von Vogelsang gezeigt und gefeiert. Es ist ein Film entstanden, der zeigt welche Erlebnisse und Erinnerungen ehemalige Soldaten, Offiziere und auch Anwohner der umliegenden Gemeinden und Städte mit dieser Zeit und der Garnison verbindet. Unisono werden Meinungen geäussert, die ein durchweg ehrliches, wenn auch kritisch positives Bild zeichnen.
Viele Zeitzeugen erinnern sich an Momente, in denen man sich traf, sich gegenseitig half die Probleme des Alltags gemeinsam zu lösen und versuchte ein Miteinander zu finden. Ihre Darstellungen zeigen, dass nicht alles schlecht war und der Aufenthalt der sowjetischen Truppen in und um Vogelsang eine Notwendigkeit war und als gegeben akzeptiert wurde.
Ich habe dem Filmteam meine Anerkennung für dieses Projekt ausgesprochen und bin davon überzeugt, dass der Film seinen Weg gehen.
Alle Exemplare der 1. Auflage sind vergriffen, es ist derzeit nicht absehbar, ob und wann eine 2. Auflage erscheint. Sollte eine 2. Auflage zur Debatte stehen, ist meine Unterstützung zugesichert!
Dennoch gibt es die Möglichkeit den Film über diverse Medien zu schauen ...
Lenin in Vogelsang via YouTube
Die bekannte Seite "Lenin-in-Vogelsang", mit dazugehöriger Mailadresse ist nicht mehr aktiv. Bitte nutzen Sie für Fragen, Anregungen und Kritik den Kontakt zu Frau Trambow oder zu heimatgalerie.
Mein kleiner Beitrag dazu:
Stand: April 2020
Karten/Pläne/Luftbilder
Um das genutzte Gelände der Garnison topographisch sowohl vor, als auch während der Nutzung durch die sowj. Streitkräfte einordnen zu können, sind im Archiv der Heimatgalerie diverse Kartenblätter unterschiedlicher Nutzer aus verschiedenen Zeitepochen vorhanden. Eine Chronologie versteht sich von selbst.
Von diesen frühen Kartenblättern sind zur besseren Orientierung Ausschnitte rund um Vogelsang einsortiert, da diese Blätter einen sehr großen Bereich abdecken.
Karte 1+2: 1764, Vogelsang ist bereits kartografiert. [1]
Karte 3+4: 1:25 000, Kartenblatt Hammelspring, Herausgegeben von der Preußischen Landesaufnahme 1884, Reichsamt für Landesaufnahme, Einzelne Nachträge 1936, wie zb der Bahnhof dieser dürfte 1884 noch nicht existiert haben. [2]
Karte 5+6: 1:25 000, Kartenblatt Hammelspring, Topographische Aufnahme des Königlich Preussischen Generalstabes 1882, Berichtigt 1888, Herausgegeben von der Königlich Preussischen Geologischen Landesanstalt und Bergakademie Berlin 1903, Geognost. und agronom bearbeitet durch O. Zeise 1895 und 1901 (Zehdenick). Hier hat Vogelsang bereits den Zusatz 'Colonie'. Gut erkennbar wie schlecht die Bodenverhältnisse rund um Vogelsang beschaffen sind (Sandböden). Ertragreiche Landwirtschaft sieht anders aus. [3]
Karte 7+8: 1:25 000, Kartenblatt Hammelspring, Prepared by the Army Map Service, Corps of Engineers, U.S. Army, Washington, D.C., 1952 Kopiert auf Basis der Karte Reichsamt für Landesaufnahme, Sheet 2946, 1936. Hier ist zb schon das Sägewerk Vohwinkel & Richtberg eingezeichnet. Welches auf SMAD Befehl Nr. 124 vom 30.10.1945 beschlagnahmt (und sämtliche Einrichtungen, lt. Eigentümer V & R, im Mai 1945 von der Roten Armee requiriert) und mit SMAD Befehl Nr. 64 vom 15.07.1948 rechtskräftig wegen verschiedener Vorwürfe (Monopolstellung, Sägewerk in Polen während der Besatzung, Kriegswirtschaft, Zwangsarbeiter) enteignet wurde. Eidesstaatliche Erklärung zum Einspruch wurde abgelehnt. Am 21.09.1948 als Volkseigener Betrieb im Grundbuch Vogelsang eingetragen. [4]
Karte 9: Gleisplan Bahnhof Vogelsang (1911) [16]
Karte 10: Karte "Eisenbahn Löwenberg nach Templin", Detail 'Kreuzung der Straße Zehdenick-Templin, mit der Bahn bei Hammelspring (1935) [19]
Karte 11: Spezialkarte von der Oberförsterei Zehdenick (1903) [18]
Karte 12, 13, 14: Karte der Königlichen Oberförsterei Zehdenick (1822) [17]
Karte 15: 'II. Rein Karte von den combinirten Forsthütungs Abfindungs- und Laenderaustausch Plaenen der Gemeinde Storkow und des Vorwerks Vogelsang' (1841) [20]
Karte 1: Gesamtansicht Garnison 1954 [5]
Karte 2: Gesamtansicht Garnison 1987 [6]
Karte 3: Militärstädtchen N° 13 [7]
Karte 4: Militärstädtchen N° 12 [7]
Topographische Karten des Gebietes Vogelsang, Karten "-a/-c/-d" = Aufnahmejahr: 1954, Druck: 1958. "-b" = Aufnahmejahr: 1954, Druck: 1957 1 : 25 000, Herausgeber: Regierung der DDR/MfNV [5]
Beiderseitige Festlegung und Ermittlung der Grenzen der militärisch genutzten Flächen durch die Räte der Bezirke (1988) und der KETsch der sowjetischen Streitkräfte, amtlich bestätigt: Mitte 1990, Karten Stand 1983, Ausgabe 1985, 1 : 25 000, Herausgeber: MfNV/Militärtopographischer Dienst. Erst im Zuge der Umwidmung der Räte des Kreises in Landkreise (1993) wurden die Amtsblätter auf den Karten korrigiert. [6]
Karten der 'Verwaltung Militärtransportwesen', der 'Verwaltung Pionierwesen' und vom 'Militärtopographischer Dienst' des Ministerium für Nationale Verteidigung (Herausgeber)
Karte der Passierbarkeit und des Pionierausbaus, N-33-99 (Fürstenberg/Havel), Stand 1979 1 : 100 000 [8]
Karte der Transportwege, N-33-99 (Fürstenberg/Havel), Stand 1983 1 : 100 000 [9]
Karte und Legende der Marschstraßen, N-33-99 (Fürstenberg/Havel), Stand 1987 1 : 100 000 [10]
Karte des Fernmeldenetzes (Ausschnitt), N-33-99 (Fürstenberg/Havel), Stand 1984 1 : 100 000 [11]
Karteausschnitt Rbd Greifswald (gelb) mit dem Bhf Vogelsang, aus 'Eisenbahnverkehrskarte der Deutschen Demokratischen Republik, 1967' [11]
Karteausschnitt Rbd Greifswald mit dem Bhf Vogelsang, Stand um 1970 [11]
Militärtopographische Karten des sowjetischen Generalstabs/Генеральный Штаб (секретно)
Хафель 1979 1 : 50 000 [11]
Хаммельшпринг 1986 1 : 50 000 [12]
Хаммельшпринг 1986 1 : 50 000 [11]
Фюрстенерг 1987 1 : 100 000 [11]
Luftbilder Garnison Vogelsang und Übungszentrum Templin
Luftbild 01: Aufnahme 1953, zeigt u.a. Sommerlager Kannenburger Schleuse (rechts) und vorläufigen Standort als Barackenlager unterhalb der Havel (links) [13]
Luftbild 02: Aufnahme 1953, zeigt u.a. den Gleisabzweig zum FP Dölln (rechts) und die Straße zwischen Templin und Zehdenick [13]
Luftbild 03: Aufnahme 05.07.1991, zeigt den oberen Teilbereich der Pz-Fahrschule 'Tankodrom' der Garnison unter der Havel [14]
Luftbild 04: Aufnahme 05.07.1991, zeigt u.a. die 'StNZ 721' (unten Mitte), MS Nr. 13 'BRTB' (unten rechts), MS Nr. 12A 'TLA' (oben Mitte) [14]
Luftbild 05: Aufnahme 05.07.1991, zeigt u.a. Bereich Pz-Fahrschule 'Tankodrom' (oben links), 'StNZ 721' (oben Mitte), MS Nr. 13 'BRTB' mit Bogendeckungen (oben rechts) [14]
Luftbild 06: Aufnahme 05.07.1991, zeigt u.a. Vogelsang mit ehem. Sägewerk 'Vohwinkel und Richtberg' (Mitte links), MS Nr. 15 'TL' und MS Nr. 16 'Lager LM' (oben links neben Straße) [14]
Luftbild 07: Aufnahme 05.07.1991, zeigt u.a. MS Nr. 14 'ML', 15 'TL' und 16 'Lager LM' (rechts), MS Nr. 13 'BRTB' (unten links) [14]
Luftbild 08: Aufnahme 05.07.1991, zeigt u.a. MS Nr. 12 'Garnison' (rechts), 'ML Hammelspring' an der Kannenburger Schleuse (oben rechts) [14]
Luftbild 09: Aufnahme 05.07.1991, zeigt das MS Nr. 01 'Treib- und Schmierstofflager' Kurtschlag [14]
Luftbild 10: Aufnahme 05.07.1991, Munitionslager ('ML') Hammelspring an der Kannenburger Schleuse [14]
Luftbild 11: Aufnahme 28.07.1991, Bereich der Pz-Fahrschule 'Tankodrom' westlich der Garnison [14]
Luftbild 12: Aufnahme 28.07.1991, Bereich der Kommandantur am 'Übungszentrum Templin/Темплинский УЦ/Учебные центры' [14]
Luftbild 13: Aufnahme 28.07.1991, Kommandantur, Beobachtungspunkt und Pz-Schießbahn (Mitte und links) am 'ÜZ Templin' [14]
Luftbild 14: Aufnahme 04.10.1965, 'CORONA' (Keyhole) Satellitenaufnahme zeigt die Garnison und das 'Übungszentrum Templin' [15]
Zu den Luftbilder von 1991 kann nach sorgfältiger Auswertung resümiert werden, dass der Verfall der Gebäude und das Anlegen von zahlreichen illegalen Deponien Anfang der 90ziger Jahre mit Wissen um den Abzug ins 'Ungewisse' stark zu genommen haben muss. Viele Geländeflächen verzeichnen durch die jahrelange intensive Nutzung massive Schäden an Umwelt und Struktur. Dennoch sind immer noch Flächen der sichtbaren Präsentation trotz selten werdender Nutzung überraschend gut gepflegt. An einigen Punkten im Gelände (insbesondere im Luftbild #4) sind noch Zeichen markanter Ordnung zu erkennen.
An der Schleuse Kannenburg scheint die Luftaufnahme zufällig die Räumung des Munitionslagers dokumentiert zu haben. Sichtbar sind 47 Kamaz-Sattelzüge und 40 LKW, ob bereits beladen lässt sich nicht verifizieren. Dieses Transportmittelaufkommen deutet, im Kontext der Zeit, eben auf diese Räumung des ML hin.
Auf dem Luftbild #4 und 7 (05.07.1991) vom MS N° 13 ist besonders im Original (.tiff) deutlich erkennbar, dass hier niemand mehr anwesend ist. Das Objekt wurde am 30. April 1991 an das Bundesvermögensamt Potsdam übergeben.
Detailaufnahmen aus Luftbilder von 1991 zeigen die vier vorhandenen Brücken vom Gebiet der Garnison über die Havel, das Templiner Gewässer und den Schulzenfließ. Alle vier Brücken sind nicht mehr vorhanden, ihr Abriss und durch wen ist nicht geklärt. Die hervorragende Auflösung der Luftbilder lässt den desolaten Zustand an den Brücken 1 - 3 erkennen. Brücke 4 scheint in einem akzeptablen Zustand zu sein. Demnächst ist geplant die ehemaligen Standorte der Brücken 1 - 4 hier zu dokumentieren.
Im Zusammenwirken mit VIMUDEAP entstand dieses Interaktive Luftbild vom Munitionslager Hammelspring (Kannenburger Schleuse) in den Darstellungen 1991 und 2021. In der Nutzung dieser Karten bietet sich dem Betrachter die Möglichkeit den Fortschritt der Vegetation, sowie den Rückbau der versiegelten Flächen darzustellen. Auf dem Luftbild von 1991 dürfte, im Kontext derZeit, die Räumung (LKW-Konvoi im südwestlichen Teil) des ML zu beobachten sein.
Karte 1: einfache Übersichtsksarte zu den Hauptwegen und BV Pdm bekannte Zwecke der Nutzung innerhalb der Garnison, Stand: 1979 [8]
Karte 2: einfache Übersichtsksarte der Garnison mit Angaben der 'Jagen' innerhalb des Geländes, Stand: 1979 [8]
Karte 3: eine Übersichtskarte des MfS, Bezirksverwaltung Potsdam, Abteilung II. Die Karte zeigt den Ausbauzustand der Jahre 1950-1953. Demnach und dem Schriftbild folgend, sollte diese Karte auch aus dieser Zeit stammen. [8]
Karte 4: eine Übersichtskarte des MfS, Bezirksverwaltung Potsdam, Abteilung II. Zu sehen ist der Pioniermäßige Ausbau von Fahrzeugstellungen ("Erdbunker" und eine Kommandostelle [umkreist]) an mehreren Waldstraßen. Zudem zeigt die Karte den "Warschauer Punkt". Hier und an der rechte Seite der Karte versammelten sich während der angelegten Übungen ranghohe Kommandeure/Offiziere. Während dieser Übungen bliebt diese Waldgebiet sowohl für Zivilisten, als auch für die zuständigen Förster gesperrt. Letztere durften aber anschließend den zurückgelassenen Müll einsammeln. Ich habe alle Stellungen kontrolliert und bevor jetzt ein Run in die Wälder einsetzt, von "Bunkern" im eigentlichen Sinne, sind diese Stellungen weit entfernt. [9]
(Quellen:
[1] Staatsbibliothek Berlin, Kart. M 20740-1; [2] © SLUB Dresden / Deutsche Fotothek; [3] https://digital.ub.uni-potsdam.de/content/titleinfo/88795, Potsdam: Universitätsbibliothek, 2013, CC-PD; [4] Courtesy, L. Tom Perry Special Collections, Harold B. Lee Library, Brigham Young University, Provo, UT 84602; [5] BArch, KART 1002/9141, 9151, 9155; [6] GeoBasis-DE/, dl-de/by-2-0; [7] P. Rentsch, Archiv Heimatgalerie; [8]
BArch, KART 1004/5478; [9] BArch, KART 1004/4690; [10] BArch, KART 1004/5486; DN1/130052a; [11] Archiv Heimatgalerie; [12] BArch, MfS, Kartensammlung 8, Seite 0025;[13] Bildsammelstelle Landesgeobasis Potsdam, 1953007_7_201; [14] Bildsammelstelle Landesgeobasis Potsdam, 1991014_4, _5; _6, _7/1991032_5; [15] https://lta.cr.usgs.gov/declass_1_Bildgröße 1.2 GB, https://www.usgs.gov/; [16] BLHA, 2A III F 15317; [17] BLHA, 2A Karten 964 A; [18] BLHA, 2A Karten 917 A; [19] BLHA, 2A I V 2022; [29] BLHA, 24 Templin K 92 A
[11] Bildsammelstelle LGB Pdm; [12] BArch, MfS, BV Pdm, Abt. II, Nr. 652, Bd 9, Bl. 0011, 0018, 0019; [13] BArch, MfS, BV
Pdm, Abt II, Nr. 652, Bd. 21, Bl. 0003
Bilder MS N° 13-RaDiv
Bilder aus dem Militärstädtchen Nr. 13/Военный Городок N° 13 (MS Nr. 13 - sst. Raketenabteilung der Division)
YouTube heimatgalerie:
Ein Streifzug durch das Militärstädtchen Nr. 13
(Quellen: Hr. Bansemer, f-a-p, Archiv heimatgalerie)
Reliefwand am ÜZ
Der Rückbau der Garnison schreitet weiter voran. Die Gebäude können nicht gerettet werden, die Erinnerung an ihren Zweck schon!
нашя слава в боян завоевана | Unser(en) Ruhm verdanken wir den/unseren Kämpfe(r)n
Umso mehr freut es mich, dass es durch den Eigentümer einer Teilfläche am ÜZ, der "Stiftung Naturlandschaften Brandenburg" mit Unterstützung der "EMB/Energie Mark Brandenburg GmbH", gelungen ist die Reliefwand an der Zufahrt zur ehemaligen Kommandantur auf dem "Ausbildungszentrum (Учебный Центр/УЦ) Templin/ТЕМПЛИНСКИЙ УЦ" (ugs. Truppenübungsplatz) nun dauerhaft zu erhalten. Zusammen mit einer Informationstafel wird erinnert was diese Gegend einst prägte.
Der Initiative des Förster Hr. Wosnizek ist es zu verdanken, dass die Reliefwand die Rückbauphase unbeschadet überstanden hat. Eine erste Maßnahme zum Erhalt folgte in Form eines Daches in Längsrichtung, um die Wand vor Witterungseinflüssen zu schützen. Nun konnte die Reliefwand mit Spenden und der Unterstützung der "EMB" restauriert und somit dauerhaft erhalten werden. Ein schönes Beispiel wie Geschichte auch gehen kann!
Inschrift auf der Reliefwand: нашя слава в боян завоевана (Unser/en Ruhm verdanken wir den/unseren Kämpfe/r/n)
Am 30.03.2015 gab es am Standort eine kleine feierliche Übergabe und Enthüllung am Standort. Nun strahlt die Reliefwand wieder im einstigen Glanze. Danke für den Erhalt!
Der Weg dorthin ist weit, aber er lohnt sich. Standort: 53° 6'34.11"N 13°21'29.32"E
Bild 1 zeigt die richtige Bezeichnung/Bennenung des Platzes am Bsp. Staakow. Der ugs. Titel "TÜP" ist deshalb falsch.
Bild 2 Definition "ÜZ" aus sowj. Militärenzyklopädie
Bild 3 & 4 Zustand 2009
Bild 5 - 7 Zustand heute
Bild 8: Artikel zur Einweihung der Info-Tafel
Ausbildungs- und Übungszentrum Templin
Aus der „Sowjetische Militärenzyklopädie“ (Советская военная энциклопедия 2 - Вавилон - Гражданская с Воениздат Москва 1976г.), Heft 1-29 32,50, Militärverlag der DDR ist als definition folgendes zu entnehmen:
„Ausbildungszentrum (Учебный Центр/УЦ)“
Truppenteil mit mehreren Ausbildungsobjekten für die praktische Gefechtsausbildung und für die Vervollkommnung der Gelände-, der fliegerischen und der seemännischen Ausbildung des Personals der Einheiten und Truppenteile einer oder mehrerer Waffengattungen.
In den Streitkräften der UdSSR wurden die ersten Ausbildungszentren in den 50er und 60er Jahren eingerichtet, als sich der technische Ausrüstungsgrad der Truppen weiter erhöht hatte und die Ausbildung schwieriger geworden war. Organisatorisch besteht ein Ausbildungszentrum aus dem Führungsorgan und mehreren Einheiten. Je nach dem Ausbildungsprofil verfügt es über Übungsplätze, Ausbildungsgärten, Schießplätze, Panzerfahrstrecken, Kfz-Lehrbahnen, Lehrgefechtsstände und andere Ausbildungseinrichtungen mit der erforderlichen technischen Ausrüstung. Hinzu kommen die Verwaltungs-, Dienst- und Lehrgebäude, die Unterkünfte für die Einheiten und Truppenteile, die Räume für deren materielle Sicherstellung sowie die Werkstätten, Parks, Lager usw. Die Teilstreitkräfte, die Militärbezirke, die Flotten, die operativen und taktischen Verbände haben ihre eigenen Ausbildungszentren, ebenso wie die Garnisonen und die militärischen Bildungseinrichtungen. Von den Ausbildungszentren wird gefordert, daß ihr technischer Ausrüstungsgrad dem Entwicklungsstand des Militärwesens sowie den Aufgaben der Gefechtsausbildung und der moralischen und psychologischen Vorbereitung der Armeeangehörigen entspricht und die notwendige Platzkapazität je Durchgang gewährleistet ist.
Das Personal der Einheiten, Truppenteile und Schiffe wird in den Ausbildungszentren nach den Plänen der Gefechts- und politischen Ausbildung und den Anweisungen der übergeordneten Kommandeure (Vorgesetzten) ausgebildet. Der Innen-, Standort- und Wachdienst ist durch die Dienstvorschriften und durch spezielle Anordnungen geregelt. In den Armeen und Flotten vieler anderer Staaten gibt es Truppenteile, deren Aufgabe und Ausrüstung den Ausbildungszentren entsprechen.
„Übungsgelände (Учебное поле)“
Geländeabschnitt (-raum), der für die Durchführung der Taktikausbildung und von Übungen mit Einheiten verschiedener Waffengattungen sowie des Gefechtsexerzierens und spezialtaktischer Übungen bestimmt ist.
Das Übungsgelände befindet sich in der Regel in der Nähe des ständigen Unterkunftsortes. Es muß gewährleisten: die Erfüllung der Aufgaben in der Gefechtsausbildung in Einklang mit den Forderungen der Programme unter Bedingungen maximaler Gefechtsnähe; die Möglichkeit, bei den Auszubildenden hohe moralisch-psychische Eigenschaften auszuprägen. Das Übungsgelände kann Element (Bestandteil) eines Ausbildungszentrums sein.
Bild 1: weitere Plattform zur Beobachtung und Beurteilung der Ausbildungsmaßnahmen am ÜZ
Bild 2: alte Poststraße auf dem ÜZ in Richtung Himmelpfort
Bild 3: großer Beobachtungspunkt zur Ausbildungsbeurteilung und Sichtfeld auf Übungsgeschehen für Offiziere und Ausbilder mit Parkzone
Bild 4: Relief des ÜZ in geteilter Form
Bild 5, 6, 9, 10 & 11: Karte/n des ÜZ bei Übergabe an die Deutschen Behörden durch die KETsch. Roter Kreis: Reliefwand
Bild 7 & 8: Luftbild Ausbildungsplätze Pz, BMP und Infanterie. Erklärungen dazu
Bild 12 Übersicht aller Ausbildungs- und Übungsplätze in der ehem. DDR
P. Rentsch:
"Die meisten Ausbildungsgelände an den Kasernenkomplexen oder der Nähe der Standorte, waren reine taktische Ausbildungsgelände mit Schwerpunktausbildungsplätzen wie: Wachgarten, Verhalten im Gelände, gefechtsmäßige Bewegung, Beobachten und Melden, Fahrstrecken für Fahrzeuge usw.
Für alle Ausbildungsobjekte wurden Ausbildungsobjekte, Lehrklassen und Schautafeln benötigt. Meist gab es Lehrklassen in Baracken oder festen Gebäuden. Ausbildung auf Schießplätzen bedarf der Feuerführung und Lenkung der Prozesse, der Handlungen der Truppen mit/ohne Kfz, mit/ohne Kampftechnik und im Stehen oder in der Bewegung.
Für die Beschussausbildung im Gelände (ohne Zielgeräten oder Lasern) gab es für alle Ebenen verschiedene Schießübungen (bei Tag, bei Nacht, bei schlechter Sicht über verschiedene Entfernungen der Waffen, im Zusammenwirken mit direktem oder indirektem Schuss) unter verschiedenen Bedingungen. Deshalb waren alle Ausbildungsbahnen, Schiess u. Ausbildungsplätze in Länge, Breite, Zielaufbau genormt. Die Zielscheibenanlagen und motorisierte Aufrichtsysteme konnten auch verschiedene "Übungslagen simulieren". Die Ziele konnten nach Bedeutung und nach Entfernung in einem Programmablauf aufgestellt werden. Dadurch wurde eine möglichst reale Übungslage geschaffen, um aus dem Stand oder der Bewegung heraus Ziele einzuschätzen und zu bekämpfen (die Bedrohung durch Waffensysteme, PALR-Schützen eher ausschalten als MG-Schützen).
Für diese Tätigkeiten war der Aufbau der Plätze, die Normativen, die Programmabläufe der Zielscheibenprogramme, die Anzahl der Ziele in verschiedenen Entfernungen genau vorgegeben um ein Höchstmaß an gleichen Ausbildungsbedingungen zu erreichen und allen Truppen die gleichen Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Realer Übungsbetrieb, auch über Tage oder Wochen, war die einzige Chance, den Wehrpflichtigen und Reservisten, das Verhalten im Gefecht, die Waffenwirkung, die gemeinsamen, abgestimmten Handlungen gefechtsnah beizubringen. Dazu gehörten auch alle Handlungen im Zusammenwirken mit der Truppe/Zug um im Gefechtsfall zu überleben, das waren:
Tarnen und Tarnmittel, Tarnen der Technik, Anlegen von Schützengräben und Mulden, Wahl von Deckungen, Beobachten und Melden, Panzervernichtung, Gewinnung von Trinkwasser, Entaktivierung und Entgiftung oder auch chemische Aufklärung, Sprengübungen nach Waffengattungen, Wach-u. Gefechtsdienst, Bau von behelfsmäßigen Unterkünften und Zelten, rauchfreies Kochen, Erstversorgung von verwundeten und Verletzten, Bergung von Verletzten und Toten, Gefangennahmen, Luftbeobachtung, Handlungen der verbundenen Waffen, Kfz-Bergung, Vernichtung sensibler Technik."
(Quellen: Bild 8 Zeitungsbericht vom 31.03.2015 im "Uckermarkkurier", Bild 9 & 10: BArch, Bild 11 & 12: LGB Geobasis Potsdam, Bild 13: BArch, Bild 14 & 15: BLHA, Bild 16: BArch)
Kehlsteinhaus Obersalzberg
Kehlstein - Obersalzberg...
Mittelpunkt der DDR
Der geographische (Massen) Mittelpunkt der DDR...
Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden
Reichskanzlei Dienststelle Berchtesgaden...
Programm "Delphin"
Dieses Bauprogramm fand seinen Ursprung in der "Konzeption zur Errichtung von geschützten Führungsstellen" des Nationalen Verteidigungsrates der DDR aus dem Jahre 1968...
каталог войска
Eine Reihe elementarer Abkürzungen, Bezeichnungen, Dienstgrade und Begriffe aus dem Verwendungsbereich der sowjetischen Streitkräfte ...
Orden, Urkunden und Militaria
Sammlung 'Digitales Museum für Zeitgeschichte'
Gesellschaft, Freizeit und Sport
Sammlung 'Digitales Museum für Zeitgeschichte'
Haushalt, Küche und Wohnen
Sammlung 'Digitales Museum für Zeitgeschichte'
Eine Ausstellung
Eine Ausstellung ...
Seit dem 29.08.2014 war die kleine Ausstellung "Geschichte der Garnison Vogelsang" anlässlich des "20. Jahrestags des Abzugs der sowjetischen Streitkräfte" bereits im Dienstgebäude der Stadtverwaltung Zehdenick/Havel und ebenso im Dienstgebäude der Kreisverwaltung der Stadt Oranienburg (Landratsamt) zu besichtigen. Der Zutritt zur Ausstellung bzw zu den war für jedermann an allen Orten kostenlos (ausgenommen dem Museum "Roter Stern") und orientierte sich an den Öffnungszeiten der jeweiligen Ausstellungsorte. Ab dem 15.12.2014 war die Ausstellung bis Ende Mai 2015 im Museum Berlin-Karlshorst ausgestellt.
Der neue und vorerst letzte Ausstellungsort ist das Museum "Roter Stern" in der Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf. Nutzen Sie die Gelegenheit. Sollten Sie Fragen und/oder Anregungen haben, die sich aus dem Besuch der Ausstellung ergeben, zögern Sie nicht mit Lob oder Tadel. Nutzen Sie bitte hierfür das Kontaktfeld (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).
Die Ausstellung zeigt und vermittelt auf Grundlage des Wissenstand von 2014 auf zehn Schautafeln mit Fotos und Dokumenten die Geschichte und den Alltag des drittgrößten Standorts der sowjetischen Streitkräfte in der ehemaligen DDR und versucht viele Fragen zu beantworten, die von Besuchern bei Führungen und in Gesprächen vor Ort und in Foren oft gestellt werden:
- Welche Einheiten und Truppenteile waren in Vogelsang stationiert?
- Wurden das Gelände oder die Kasernenbauten bereits vor 1945 militärisch genutzt?
- Wann begann hier die militärische Nutzung?
- Gab es in Vogelsang „Atomraketen“?
- Wozu dienten die beiden großen Bunker auf dem Gelände?
- Wann begann der Rückbau und warum war dieser unausweichlich?
- Was bringt die Zukunft für Vogelsang?
- Wie haben die Anwohner die Anwesenheit der Streitkräfte in Erinnerung?
Start der Ausstellung in der Stadtverwaltung Zehdenick:
Ausstellungsfläche in der Kreisverwaltung Oranienburg:
Bilder aus der Präsentation im "Museum Berlin-Karlshorst":
Eindrücke aus dem Museum 'Roter Stern' in Wünsdorf:
Inhalt der zehn "Schautafeln" zur "Geschichte der Garnison Vogelsang" (Stand: 2014)
Baufeld 1-7 Rückbau
Durch die erteilte Genehmigung der Brandenburgischen Boden GmbH ist es mir nun möglich, mit Bildern und Plänen den Rückbau/die Renaturierung der Garnison Vogelsang seit 15. Januar 2004 für die "Baufelder 1 - 7" (BF) aufzuzeigen. Dadurch verdeutlicht sich der Umfang der versiegelte Fläche und der Stand der Bebauung im Jahre 2004. Diese Form der Fotodokumentationen wurden durch verschiedene ausführende Firmen immer im Vorfeld der Entsiegelungsmaßnahmen, nach der Festlegung der Baufelder (BF), zum Zwecke der Bestandsaufnahme für die anschließende Kartographierung und Übersicht über die zu entsiegelnde Fläche(n) angefertigt.
Zusätzlich erhielt ich auch für die BF1 - BF7 eine Übersicht zu den Werten "Zeitraum", "Kosten", "Projektart", "Art der Leistung", "umbauter Raum", "entsiegelte Flächen", "davon Gebäudeflächen" und "Entsiegelungspotenzial". Die ausführenden Unternehmen sind aus Datenschutzrechtlichen Gründen vorenthalten.
(Quellen:
Karten/Pläne: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht: Archiv heimatgalerie)
Der Rückbau/Entsiegelung der ehemaligen militärisch genutzten Flächen folgt einer maßgeblichen Richtlinie und wird im Sprachgebrauch als "Konversion" (Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen) ausgeführt. Inhalt und Definition dessen erläutert uns dankenswerterweise Hr. Hennen, FOKUS-Netzwerk für Konversion im Land Brandenburg.
Konversion im Land Brandenburg (M. Hennen)
(15.12.2003 - 30.07.2004)
Art der Leistung: Abbruch von Baulichkeiten und versiegelten Flächen, Abfallbeseitigung. Weitere Parameter bitte der Tabelle entnehmen.
(Quellen:
Bilder/Karten/Pläne: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht: Archiv heimatgalerie)
(18.08.2004 - 31.01.2005). Alle Bilder sind chronologisch.
Art der Leistung: Abbruch von Baulichkeiten und versiegelten Flächen, Abfallbeseitigung. Weitere Parameter bitte der Tabelle entnehmen.
(Quellen:
Bilder/Karten/Pläne: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht: Archiv heimatgalerie)
(12.10.2005 - 31.11.2007) wurde auf Grund der Größe und u.a. wegen der Zielstellung (Abschnitt 1-3, 2etagen Häuser mit Satteldach) der "Ziegelgewinnung" (altes Reichsformat) (z.T. nach Holland für Denkmalgerechte Sanierung) in 4 Abschnitte unterteilt. Erst der 4. Abschnitt (Bereich der Plattenbauten) wurde als konventionelle Maßnahme durchgeführt. Alle Bilder sind chronologisch. Das Klärwerk der Garnison blieb damals wie heute vom Rückbau verschont. Eine Maßnahme zur Entsiegelung wird aber auch hier demnächst durchgeführt werden.
Art der Leistung: Abbruch von 1 Haus zum Zweck der Wiedergewinnung von Handstrichziegeln und der Entsorgung der Baurestmassen. Weitere Parameter bitte der Tabelle entnehmen.
(Quellen:
Bilder/Karten/Pläne: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht: Archiv heimatgalerie)
(23.02.2010 - 21.10.2010)
Art der Leistung: Abbruch von Baulichkeiten und versiegelten Flächen, Abfallbeseitigung. Weitere Parameter bitte der Tabelle entnehmen.
(Quellen:
Bilder/Karten/Pläne: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht: Archiv heimatgalerie)
(03.02.2011 - 16.11.2011)
Art der Leistung: Abbruch von Baulichkeiten und versiegelten Flächen, Abfallbeseitigung. Weitere Parameter bitte der Tabelle entnehmen.
(Quellen:
Bilder/Karten/Pläne: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht: Archiv heimatgalerie)
(14.10.2011 - 20.07.2012)
Art der Leistung: Abbruch von Baulichkeiten und versiegelten Flächen, Abfallbeseitigung. Weitere Parameter bitte der Tabelle entnehmen.
(Quellen: Karten/Pläne: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht/Bilder: Archiv heimatgalerie)
(31.01.2013 - 17.09.2013)
Art der Leistung: Abbruch von Baulichkeiten und versiegelten Flächen, Abfallbeseitigung. Weitere Parameter bitte der Tabelle entnehmen.
(Quellen:
Bilder/Karten/Pläne: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht: Archiv heimatgalerie)
(23.06.2009 - 29.04.2010)
Art der Leistung: Abbruch von Baulichkeiten und versiegelten Flächen, Abfallbeseitigung. Weitere Parameter bitte der Tabelle entnehmen.
(Quellen:
Bilder: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht: Archiv heimatgalerie, Plan: BLHA/BA)
(01.12.2011 - 30.06.2012)
Art der Leistung: Abbruch von Baulichkeiten und versiegelten Flächen, Abfallbeseitigung. Weitere Parameter bitte der Tabelle entnehmen.
(Quellen:
Bilder: Brandenburgische Boden GmbH, Übersicht: Archiv heimatgalerie, Plan: BLHA/BA)
Bilder - damals
Die nachfolgenden Bilder wurden mir freundlicherweise vom Stadtarchiv Zehdenick zur Verfügung gestellt. Sie zeigen die Präsenz von Einheiten und Truppenteilen der Garnison Vogelsang zu Festen und Feiertagen in Zehdenick.
Im Internet lassen sich viele Momentaufnahmen aus dem Alltag der Garnison mit unterschiedlichen Motiven finden, jedoch nur sehr wenige Bilder mit Militärtechnik und/oder eindeutiger Gebäudestruktur. Die URL der Bilder befinden sich im Quellverzeichnis. Die Bilder stehen für sich und kommen ohne Erläuterung aus. Auch V. Tereschkowa war in Vogelsang, nachweislich 1966. Ob der Besuch auf diesem Foto am Kulturhaus ebenso aus 1966 ist bleibt unbekannt. Sie scheint hier eine andere Jacke wie auf dem Sportplatz zu tragen.
(Quelle: Stadtarchiv Zehdenick, https://ok.ru/voyskovoep/album/56794843119667, http://nazadvgsvg.ru/viewtopic.php?id=775&p=2, http://gsvg33.narod.ru/zharkoj.html, http://gsvg33.narod.ru/photoalbum_10_klass.html, http://gsvg33.narod.ru/kalinichev.html)
Normandie/Bretagne
Eine Reise wo »der Weg das Ziel« ist...(ein Besuch im Juli 2013)
